Entdecken
erleben.

Entdecken Sie seltene Edelsteine
Fossilien und Fische wie nie zu vor.

Mineraliensammlung


Der Opal

ist ein Mineral, der durch seinen schillernden Effekt (opalisieren) als Schmuckstein sehr beliebt ist. Mineralogisch gesehen ist der Opal ein amorphes Siliciumoxid mit einem gewissen Anteil an Wasser (H2O) im Kristallgitter. Der Wasseranteil kann bis 20% erreichen. Deshalb wird der Opal oft in Wasser gelagert, da er bei Wasserverlust matt wird.

Der Name kommt von lateinisch opalus = kostbarer Stein und wird von dem Sanskritwort upala = edler Stein hergeleitet. Schon in der Antike wurde der Opal als besonders wertvoll angesehen, teilweise sogar noch vor dem Diamanten geschätzt.

Opale entstehen entweder hydrothermal in vulkanischem Gestein (Ausfällung in hochkonzentrierten heißen Lösungen) oder sedimentativ in Verbindung mit organischem Material (z.B. opalisiertes versteinertes Holz).

Als Edelopal werden die Steine gehandelt, die eine starke lichtbrechende Wirkung haben. Opale die schwach schillern werden zu den gemeinen Opalen gezählt (Wasseropal, Milchopal) und werden selten als Schmuckstein eingesetzt.

Berühmte Vorkommen gibt es in Australien und Mexiko. In der Slowakei wurden schon zur Römerzeit Opale abgebaut.

Bergkristall

Der Bergkristall ist wohl die bekannteste Quarz Varietät. Das Mineral ist reines Siliciumdioxid (SiO2) ohne sichtbare Verunreinigungen, daher die klar durchsichtige Erscheinung. Der Name kommt vom griechischen kristallos = Eis, weil man früher glaubte, dass der Bergkristall aus so tief gefrorenem Eis besteht, dass es auch bei hohen Temperaturen nicht mehr auftaut. Quarz ist nach Feldspat das zweithäufigste Mineral in der Erdkruste und mit der Härte 7 ein sehr beständiges Mineral und kann in vielen verschiedenen Modifikationen und Varietäten vorkommen. Der Bergkristall wird gerne als Schmuckstein und zur Dekoration genutzt. Besonders die Stufen mit schön ausgebildeten Kristallen, seien sie fein nadelig oder seien es große Einzelkristalle, sind als Sammelobjekte sehr beliebt. In der Esoterik wird dem Bergkristall reinigende Wirkung zugeschrieben und er soll vor schädlichen Strahlen schützen.

Calcit

Der Calcit ist kristalliner Kalk. Kalk ist ein sehr häufiges Mineral und Calcit-Kristalle kommen in so vielen verschiedenen Formen und Farben vor, dass es oft sehr schwer ist, diesen zu erkennen. Die Probe mit schwacher Salzsäure führt aber schnell zur Erkenntnis - Calcit schäumt. Eine andere Ausformung von Calcit sind die Tropfsteine, die oft in Höhlen mit umgebenem Kalkstein vorkommen. Da Calcit sehr weich ist (Mohs Härte 3) wird er selten als Schmuck benutzt. Häufiger findet man Figuren oder Gefäße aus Orangencalcit oder Onyx-Marmor.

Eine besondere Eigenschaft haben manche Calcit-Kristalle. Sie leuchten in UV-Licht und zwar oft in Farben, die ganz anders sind wie bei Tageslicht. Diese Besonderheit können Sie in unserer Reflexionskammer bewundern.

Auripigment

Dieses Mineral ist zwar sehr schön, aber giftig. Es ist arsenhaltig und deshalb mit Vorsicht zu genießen. Früher wurde es oft in der Malerei verwendet, da es kaum Ersatz für diesen goldgelben Ton gab. Kommt dieses Mineral in Verbindung mit UV-Strahlen, entsteht mit der Zeit Arsenik, von dem schon eine geringe Menge tödlich sein kann.

Amethyst

Der Amethyst ist ein Quarzkristall (SiO2) der eine mehr oder weniger dunkle Violettfärbung aufweist. Die Färbung entsteht dadurch, dass im Quarz befindliche Verunreinigungen von Eisenatomen durch radioaktive Strahlung (Erdstrahlung) oxidiert werden. Da die Erdstrahlung im allgemeinen recht schwach ist, dauert die Färbung entsprechend lange - in einem Granit z.B. etwa 6 Mio. Jahre. Amethysten findet man auf der ganzen Welt. Die Hauptfundorte sind Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Indien und Sri Lanka. Aber auch in Europa gibt es bedeutende Fundorte wie in Idar-Oberstein.

Der Amethyst entsteht entweder in vulkanischen Hohlräumen, die nachträglich mit Kristallen nach innen zuwachsen, oder in hydrothermalen Adern. Die Hohlräume werden Drusen genannt. Oft bestehen Amethyst-Stufen, die käuflich sind, aus Bruchstücken eben dieser Drusen. Das Alter von Amethysten ist sehr unterschiedlich, je nach Herkunft. Die aus Brasilien und Uruguay sind etwa 50 Mio. Jahre alt. Der Amethyst wurde schon im Altertum als Schmuckstein genutzt und man sagte ihm damals schützende Wirkung beim Genuss von Alkohol nach. Die Herkunft des Namens aus dem griechischen αμεθυστoς (amethystos) – „dem Rausche entgegenwirkend“ verdeutlicht dies gut. 

In der Esoterik wird der Edelstein auch heute noch gegen Süchte aller Art eingesetzt. Außerdem werden ihm reinigende inspirierende und Erkenntnis bringende Eigenschaften zugesprochen. Hildegard von Bingen benutzte den Amethyst gegen diverse Parasiten (Flöhe, Läuse, Insektenstiche).

Da Amethysten sich unter UV-Strahlung entfärben, sollte man diesen Edelstein nicht im freien stehen lassen. Wenn man einen Amethyst bei 400°C brennt, verfärbt er sich in ein helles gelb und wird zum Citrin.

Die Amethystendruse

ist eine der größten, ausgestellten Edelsteindrusen in Europa, sie ist ca. 3,50 Meter lang und hat ein Gesamtgewicht von 5 Tonnen. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist jetzt das Juwel der Naturerlebniswelt.

Eine Druse entsteht, wenn  bei einem Vulkanausbruch flüssiges Magma aus dem Erdinneren nach oben steigt. In diesem Magma sind Gase gebunden, die durch den immensen Druck im Gestein gelöst werden. Kommt das Magma der Erdoberfläche näher, nimmt der Druck ab, das Gas entweicht aus dem Gestein und bildet in der flüssigen Lava Blasen. Beim Erreichen der Erdoberfläche platzt die Blase, bleibt das Magma aber in tieferen Schichten stecken, bilden diese Gasblasen nach der Abkühlung und Verfestigung des Gesteins Hohlräume, auch Geoden genannt. In diese Hohlräume dringt Wasser ein, welches mit den gelösten Mineralien des umgebenen Gesteins gesättigt ist. In diesem Fall Quarz. Über viele Millionen Jahre hinweg wachsen jetzt Quarzkristalle von außen nach innen.

Die Amethystenhöhle

Die 60 qm große, begehbare Amethysthöhle besteht aus 5000 handgroßen Amethyst Kristallen, die ein Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen haben. Die aus Brasilien stammenden Steine, wurden in Handarbeit in 4 Monaten Bauzeit zu dieser einzigartigen Höhle zusammengesetzt. Das Ergebnis ist eine Grotte mit kleinem Wasserfall, etlichen eingebetteten Drusen und einem geweihten Buddha aus Marmor. Die Wirkung der Edelsteinkonzentration ist spürbar. Dem Amethyst wird eine heilende, wie auch reinigende Wirkung bei der Entgiftung und bei Suchterkrankungen wie Alkoholismus, nachgesagt. Beim Betreten spürt man die positive Energie.